Die Leiden des jungen Schubert

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Montag, 29.07.2024 | SMTT - Schule für Musik Theater und Tanz, Sindelfingen

Beginn: 19:00 Uhr

Preis: 19 Euro

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    Zum Schluss unseres Festivals kommen wir zu dem zurück, was einen Liederabend im Kern
    ausmacht: Eine Stimme und ein Klavier. Maria Hegele und Yejin Koo waren im Oktober 2022
    Teilnehmerinnen am “Großen Liedpreis von Hidalgo” in München, in dem ich in der Jury
    sitzen durfte. Beide haben mich sofort begeistert und so war ich froh, dass ich ihnen den
    Konzertpreis verleihen und sie nun nach Sindelfingen einladen konnte.
    Danke HIDALGO (hidalgofestival.de) für die Einladung! Schauen Sie mal vorbei, München ist
    ja ganz nah.
    Ihr Johannes Held
    Künstlerischer Leiter Liedfestival Sindelfingen

    Maria Hegele schreibt zu ihrem Programm:
    „Die Leiden des jungen Schubert“ – der Titel könnte stutzig gemacht haben. Waren das nicht
    eher die Leiden Werthers…von Goethe? Was hat Schubert denn damit zu schaffen?
    Das könnte sich auch Goethe gefragt haben, als ihn einige Vertonungen seiner Gedichte
    (unter anderem der berühmte „Erlkönig“) von diesem Jungspund aus Wien erreichten und
    mit denen er so viel, oder eher so wenig anzufangen vermochte, dass er sich nicht einmal
    dazu bequemte eine Antwort zu verfassen.

    Erst als Goethe mit achtzig Jahren die Interpretation von Wilhelmine Schröder-Devrient hörte,
    ließ sich sein Herz erweichen und er schrieb über die Darbietung: „So vorgetragen, gestaltet
    sich das Ganze zu einem sichtbaren Bild.“ Schubert, der Goethe trotz allem verehrte und
    nicht weniger als siebzig seiner Gedichte vertonte, erreichte dieses wohlwollende Wort nicht
    mehr. Er war zu jenem Zeitpunkt schon seit zwei Jahren tot.

    Dieser Liederabend „Die Leiden des jungen Schubert“ ist konzipiert, um dem Abbitte zu
    verschaffen und geht sogar noch einen Schritt weiter. Wir schlagen ein alternatives, weniger
    drastisches, eher versöhnliches Ende vor, als das, das den jungen Werther ereilt.
    Zunächst jedoch die Ausgangslage: Das lyrische Ich ist von Kopf bis Fuß von jugendlicher
    Liebe erfüllt und drückt seine leidenschaftlichen Gefühle auch mit allem Übermut aus. Und
    doch hält der junge Protagonist diese Liebe zumindest vor der großen Öffentlichkeit geheim
    – was ihn unbewusst in große Gefahr bringt. So kommt es, dass die Mutter der Angebeteten
    der Tochter rät, zwar das Werben zu genießen, sich jedoch davor zu hüten, sich zu verlieben.
    Der allein am Bach Zurückgelassene beklagt ihre unerwartet kühle Abweisung und
    beschließt, das Weite zu suchen.

    Doch war das die richtige Entscheidung? Während er heimatlos durch fremde, bedrohliche
    Wälder zieht, wünschen sich beide sehnlichst ein Lebenszeichen des jeweils anderen. Im
    Kampf mit sich selbst und seinen Gefühlen tadelt er die Liebe, den Mond, die Sterne, das
    Schicksal. Letztendlich kommt er zu dem Schluss, dass doch gerade die Sterne ihm seinen
    Pfad erhellen. Er beschließt, Milde walten zu lassen und Frieden zu schließen. Goethe würde
    sich im Grab umdrehen!

    Programm:
    Die Leiden des jungen Schubert
    Bei dir allein D.866/2 Johann Seidl (1804 - 1875)
    Im Frühling D.882 Ernst Schulze (1789 - 1817)
    Das Rosenband D.280 Friedrich Klopstock (1724 - 1803)
    Geheimes D.719 Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)
    Ungeduld D.795/7 Wilhelm Müller (1794 - 1827)
    Der Morgenkuss D.264 Gabriele von Baumberg (1768 - 1839)
    Die Unterscheidung D.866/1 Johann Seidl
    Das Echo D.990c Ignaz Castelli (1781 - 1862)
    Heimliches Lieben D.922 Caroline Louise von Klencke (1754 - 1802)
    An die Nachtigall D.196 Ludwig Hölty (1748 - 1776)
    Versunken D.715 Johann Wolfgang von Goethe
    Tränenregen D.795/10 Wilhelm Müller (1794 - 1827)
    Rastlose Liebe D.138 Johann Wolfgang von Goethe
    PAUSE
    Suleika I D.720 Marianne von Willemer (1784 - 1860)
    Drang in die Ferne D.770 Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890)
    Im Walde D.708 Karl Wilhelm Friedrich Schlegel (1772 - 1829)
    Ständchen D.957/4 Ludwig Rellstab (1799 – 1860)
    Die Liebe hat gelogen D.751 August Graf von Platen (1796 - 1835)
    An mein Herz D.860 Ernst Konrad Friedrich Schulze (1789 - 1817)
    Erinnerung D.101 Friedrich von Matthisson (1761 - 1831)
    Mut D.911/22 Wilhelm Müller
    Irdisches Glück D.866/4 Johann Gabriel Seidl
    Die Sterne D.939 Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890)