Wenn wir einmal nicht grausam sind, dann meinen wir gleich wir seien gut

Mittwoch, 15.01.2025 | Theaterhaus, Stuttgart

Beginn: 20:15 Uhr

Preis: 20 Euro

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    Wenn wir einmal nicht grausam sind,
    dann meinen wir gleich wir seien gut
    Eine Reise durch die Zeit mit Kurt Tucholsky
    Gesungen, gesprochen und gespielt von Robert Stadlober
    Es wird alles immer schlimmer, es ist schlimmer als jemals zuvor, solch schlimme Zeiten, das ist ja
    kaum noch auszuhalten. So oder so ähnlich tönt es aus allen Ecken und Winkeln. Und schlimm
    sind die Zeiten, keine Frage, aber waren sie denn je irgendwann einmal wirklich besser? Ist es
    nicht vielmehr so, dass sich der ganze Schlamassel immer und immer wiederholt? In Schnelleren
    Kreisen vielleicht, aber grundsätzlich doch immer gleich? Und fehlt uns möglicherweise einfach
    nur die weite Perspektive um diese ständig um uns wirbelnden Schlamassel Kreise als solche zu
    erkennen um dann möglicherweise ihre Laufbahn endlich einmal zu ändern oder ihr Gekreisel gar
    zu unterbrechen? Hier kann oft die Literatur helfen und noch öfter die Musik. In unserem
    speziellen Falle Kurt Tucholskys Gedanken zum Zeitenlauf und Melodien die sich Robert
    Stadlober aus dem Chaos Gekreisel gefangen hat und über Tucholskys bereits über hundert Jahre
    alten Überlegungen legt. Es geht um die Unmöglichkeiten des menschlichen Umgangs. In
    Liebesdingen wie in Dingen des Hasses, um die Sinnlosigkeit von Gewalt und die
    Hoffnungslosigkeit von Politik die sich über Gewalt zu vermitteln sucht. Es geht um die Sehnsucht
    nach einer Art richtigem Leben und um den immerwährenden Kampf der Vielen um ein kleines
    Stück vom Ganzen. Und Robert Stadlober singt, spricht und ruft uns ins Gedächtnis, dass sich
    eben so viel nicht verändert hat seit Kurt Tucholsky sagte: Wenn wir einmal nicht grausam sind,
    dann denken wir gleich wir seinen gut. Bestimmt sind unsere Zeiten nicht wirklich schlimmer, aber
    besser sind sie mit Sicherheit auch nicht