MUTTERS COURAGE

Donnerstag, 24.09.2026 | Zimmertheater, Tübingen

Beginn: 20:00 Uhr

Preis: 20 Euro

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    Mutters Courage

    George Tabori

    Ab dem 17. September 2026

    George Tabori hatte ein feines Gespür für den Witz in einem Kontext des Grauens, für die absurde Pointe im Reich des Bösen. In "Mutters Courage" erzählt er die unmögliche Geschichte einer sechzigjährigen Jüdin, die 1944 in Budapest auf der Straße verhaftet und mit 4030 Anderen im Viehwagen nach Auschwitz deportiert wird. Und als Einzige überlebt. Die unmögliche Geschichte ist eine wahre Geschichte. Elsa Tabori hat sie erlebt. Ihr Sohn hat sie aufgeschrieben. Sie gehört seitdem zum festen Bestand einer oral history – natürlich nur für diejenigen unter uns, die glauben, dass man Geschichte nicht mal eben „hinter sich lassen“ kann. Was laut einer Umfrage schon 2015 81% der Deutschen in Bezug auf den Holocaust gerne täten. „Ist doch klar: die Deutschen werden uns Juden Auschwitz nie verzeihen“ so der israelische Psychoanalytiker Zwi Rex.
    Taboris Hommage an seine Mutter ist im weiteren Sinne eine Hommage an alle Mütter, deren Mut, Witz und Lebenswille ihren Kindern die Möglichkeit gaben, ihr eigenes Trauma zu bewältigen. Die Aufführung hat in den vergangenen 30 Jahren über 170 Vorstellungen – unter anderen  in New York und in Los Angeles – erlebt.

    Elsa Tabori: Sigrun Schneider-Kaethner
    Georg Tabori  Thomas Bockelmann

    Inszenierung: Thomas Bockelmann
    Bühne: Pia Janssen
    Kostüme: Ursina Zürcher    
    Musik: Erich Radke
    Dramaturgie: Michael Volk

    Premiefe 13. September 2025

    Das sagt die Presse:

    „Dieses Feilschen um Formulierungen, das natürlich auch ein Verhandeln von Wahrheit ist, ist mit lakonischem Witz ausgearbeitet, dient aber vor allem dazu, das Entsetzen hinter der Geschichte erträglich zu machen. Wunderbar ist dieses Spiel der beiden – präzise, zart, berührend. Großer Applaus“.
    Anja Witzke, Theaterkritikerin

    „Eine schwarze Komödie, die weder die Banalität noch das Grauen ausspart. Aber auch liebevolle Momente zwischen Mutter und Sohn Tabori zulässt. [...] Von Sigrun Schneider-Kaethner und Thomas Bockelmann berührend gespielt."
    Christoph Ströhle - Reutlinger General-Anzeiger

    „Das Stück [...] ist in seiner Kernbotschaft kompromisslos. [...] Und es lässt Fragen offen. Insofern eignet es sich für Diskussionen."
    Peter Ertle - Schwäbisches Tagblatt