von Marie-Elisabeth Lüdde (UA)

nomad theatre ensemble – Vati und Mutti – Eine Familiengeschichte

Sonntag, 15.11.2026 | Theaterhaus, Stuttgart

Beginn: 19:30 Uhr

Preis: 22 Euro

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    URAUFFÜHRUNG
    „Vati und Mutti – Eine Familiengeschichte“ von Marie-Elisabeth Lüdde
    Ein Projekt des nomad theatre ensemble
    Mit: Stefanie Friedrich | Gundi-Anna Schick | Klaus Gramüller | Jonathan Peller
    Regie: Daniel Klumpp | Ausstattung: Katharina Müller | Lichtgestaltung: Alexander Joseph
    Premiere: Mi 29.01.2025 - 19.30 Uhr
    Weitere Vorstellungen:
    Do 30.01.2025 | Fr 31.01.2025 | Sa 01.02.2025 | So 02.02.2025 – jeweils 19.30 Uhr
    (Publikumsgespräch im Anschluss am Do/Fr/Sa)

    Vati und Mutti schlagen ihre Kinder. „Mutti schlägt mit dem Kochlöffel. Vati haut mit dem
    Teppichklopfer.“ Vati und Mutti vertrauen auf „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“. Dieser
    Ratgeber der NS-Erziehungsikone Johanna Haarer, 1934 erstmals erschienen, blieb fatalerweise bis
    in die 80er Jahre ein Bestseller und prägte die Kindheit Millionen deutscher Kinder.
    Marie-Elisabeth Lüdde erzählt, wie sich das in der Praxis abspielte. Sie stützt sich dabei auf zwei
    Erziehungstagebücher, die sie im Nachlass ihrer Eltern fand. Vati und Mutti haben ihre Prügelorgien
    schriftlich dokumentiert. In zahlreichen Zitaten lässt die Autorin diese skandalösen Tagebücher in
    ihre eigene Erzählung einfließen. Um den Wurzeln der Gewalt auf die Spur zu kommen, skizziert
    sie auch die Vorgeschichte ihrer Eltern. Es entfaltet sich ein Panorama Deutschlands im 20.
    Jahrhundert. Eine eindringliche Stimme der Erinnerungskultur.