PRIMA FACIE von Suzie Miller

Künstler:

Freitag, 12.06.2026 | Zimmertheater, Tübingen

Beginn: 19:30 Uhr

Preis: 20 Euro

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    PRIMA FACIE
    Von Suzie Miller
    Aus dem Englischen von Anne Rabe
     
    „Es muss sich ändern!“

    Die Unschuldsvermutung besteht, solange das Gegenteil nicht bewiesen werden kann und gilt als Fundament unserer Rechtsprechung. Damit arbeitet auch die Strafverteidigerin Tessa Ensler. Sie gilt als eine der Besten und ihr Spezialgebiet ist die Verteidigung von Männern, die der Vergewaltigung angeklagt sind. Virtuos untergräbt sie die Glaubwürdigkeit der Opfer.  
    Bis sie selbst zum Opfer und dann mit ihren eigenen Mitteln konfrontiert wird.  

    Ein fulminanter Monolog, der nicht die Frage nach Recht sondern nach Gerechtigkeit stellt. Denn, so die australische Autorin Suzie Miller, „die weibliche Erfahrung sexualisierter Gewalt passt in kein von Männern geprägtes System“. 
    Suzie Miller, die zuvor als Menschenrechts- und Strafanwältin wirkte, schuf mit Prima Facie ein Theaterstück, das seit 2019 weltweit für Furore sorgt, viele Preise erhielt, als Roman ausgebaut, sowie gerade verfilmt wird. Und hoffentlich auch mit dazu beiträgt, dass „die Scham endlich die Seite wechselt“ (Gisèle Pelicot).

    Regie: Magdalena Schönfeld
    Ausstattung: Rabea Stadthaus
    Dramaturgie: Dr. Stefan Tigges
    Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb
    Fotos: Tobias Kopp

    Johanna Engel spielt Tessa Jane Ensler

    Premiere 20. März 2026 um 20 Uhr
    Weitere Vorstellungen: 18./ 28.3. /2./11./16. April; 7./15./24./28. Mai; 7./11./12. Juni, 2. 6 zum letzten Mal am 9. Juli

    Jeweils um 20 Uhr
    Stückeinführung um 19.30 Uhr
    Stückdauer: 1 Stunde 30 min

    Normalpreis 20 € / Ermäßigt 10,50€
    Veranstaltungsort Zimmer, Bursagasse 16

    Hinweis: Diese Inszenierung thematisiert sexualisierte Gewalt und beinhaltet Beschreibungen von sexuellen Übergriffen sowie deren psychischen und physischen Auswirkungen. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet rund um die Uhr kostenlose, anonyme Beratung unter 116 016 oder online.

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    Das sagt die Presse:

    „Wie nun […] die Tessa von Johanna Engel gespielt wird, ist hervorragend. Wie sie kauert und schaudert, zürnt und trauert, triumphiert und verzweifelt. Ganz gemäß den in diesem Stück rasch wechselnden Affekten. Die sie mit modulationsfähiger Stimme variiert. Dynamik und Sprachtempo gekonnt wandelt. […] Es ist ein Zeitstück. Ein düsteres zwar, ein dunkles und dramatisches. Übt aktuelle Gesellschaftskritik. An Zuständen, die durch Protagonisten wie Epstein oder Høiby aufgekommen sind.“
    „Ein justizsystemkritisches Stück“ aus dem Reutlinger Generalanzeiger am 23.03.2026, von Jörg Riedelbauer

    „Johanna Engel […] hat in diesen Verhörsituationen die stärksten Momente. In der Inszenierung Magdalena Schönfelds wirken Videos, Musik und Requisiten wie sparsam kolorierte Stellen einer Schwarzweißfotografie. Theater pur […] Ein wirkungsvolles Konzentrat. […] Ausstatterin Rabea Stadthaus hat die Bühne mit stabilen Würfeln versorgt […] aus denen sich mit Laken und Weinglas rasch ein Bett bauen lässt, genauso schnell lassen sie sich zu Bänken im Gerichtssaal anordnen oder als Mauer aufschichten, die auf dem Polizeirevier oder vor Gericht die psychische Aussagetortur verkörpert. Theater pur!"
    „Die Verteidigung muss die Seite wechseln – und klagt an" aus dem Schwäbischen Tagblatt am 26.3.2026, von Peter Ertle