Ja, Panik

Künstler:

Samstag, 30.10.2021 | Club Manufaktur e. V., Schorndorf

Beginn: 20:30 Uhr

Preis: 28,20 Euro

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Die Gruppe Ja, Panik bringt ein neues Album heraus, es heißt „Die Gruppe“, und meint sich selbst. Für uns ist „Die Gruppe“ bereits heißester Anwärter für das Album des Jahres inklusive Smash Hit zur Pandemie (On Livestream).

Es hat ja seit jeher Streitigkeiten unter den Weisen gegeben, also was die kulturelle Biologie betrifft, die besagt, wo die Musik wohl ihren Ursprung hat. Im Kopf, behaupten manche. Im Bauch, glauben die nächsten. Andere meinen: in den Geschlechtsteilen. Es geht bunt durcheinander.

Nichts davon trifft auf „Die Gruppe“ zu. Und wenn es nicht schon wieder so furchtbar akademisch klänge, was eigentlich nicht sein muss, dann würde man jetzt mit Sprungfederschuhen zur These aufhüpfen: Dieses Album handelt sogar davon, dass die Musik (und die gesamte Kunst, unseretwegen) nur wirklich ganz selten aus einer simplen, punkt- oder organförmigen Verortung herausblubbert. Sondern aus dem Wechsel zwischen den Welten, dem Übergang von einem erkenntnispraktischen Aggregatszustand zum anderen. Dem Glitsch zwischen den gegeneinanderkantenden Dimensionen, der ab und zu Geräusche macht, und die klingen dann so.

„Im Gegenteil:/ Wir steigen aus/ wir steigen ein/ denn wer zu lange Gespenst spielt/ wird bald selber eins sein“, das waren die Worte, mit denen Andreas Spechtl, Sänger, Gitarrist und Songautor von Ja, Panik, das 2016 in der Gruppe erstellte Buch „Futur II“ beschloss. Auch hier ging es darum, wie Dichtung, Performance und Pop immer nur im manchmal grausamen Wechselspiel von Widersprüchen entstehen können, zwischen Bewusstsein und Rausch, Kollektiv und Einzelnen, Kommerz und politischer Mission. Die Verse aus dem Buch könnte man der neuen Platte als Motto voranstellen. Sie erzählt genau an der Stelle weiter. Oder rückwärts in sie hinein.

Und das Gespenst, von dem die Rede war: Gewissermaßen ist es die fahle, aber umso freundlichere Reiseführerin oder der Reiseführer durch „Die Gruppe“. Ein Album voller Wunder und Schrecken, Rätsel und Leuchtfeuer, Gewebe und Löcher, fließender Geschichten und Slogans, die man sich auf die Stirn stempeln will. Vor allem: ein Werk, wie man es in der an Höhepunkten nun wirklich nicht geizigen Diskografie von Ja, Panik noch nicht gehört hat, nicht ansatzweise.

Ja, Panik klingen auf diesem in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen neuen Album eben gerade nicht wie es sich seit den 50ern und 60ern, seit der Erfindung von Teenager- und Popkultur, ins Prinzip der Band eingeschliffen hat. Die Gruppe Ja, Panik ist „Die Gruppe“. Oder, wie Andreas Spechtl es hier kurz vor dem großen Finale singt: „Secret groups/ secret gangs/ organise inside my head.“

Leute, bildet Gruppen! Und hört diese Musik dabei. Und kommt zu diesem Konzert. Unbedingt.